
Am 17. Oktober 1769 wird Rosina getauft, Tochter des „Joannes Sattinger ein Schuster, et Barbara Uxor“, geboren „an Calvarieberg in eignen Hauß sub Collegio S.J.“ Die Familie besitzt ein Haus auf dem Grund des Jesuitenkollegs. Vier weitere Kinder folgen in Haus 738: Maria Anna 1772, Simon 1774, Maria Anna Theresia 1777, Jacobus 1779.
Ab 1774 heißt der Grundherr „Hofkammer“: der Orden war 1773 aufgehoben worden. Der Vater ist Schuster, 1777 Schuhgesell, 1774 einmal „Musicant“. Der Mädchenname der Mutter steht dreimal als Gridlin, 1769 einmal als Fridrichin.
Wie dieser Johann und der jüngere Johannes verwandt sind, sagt kein Eintrag. Reinhards Baum macht Johann zum Onkel°.



Am 17. Juli 1785, fünf Uhr früh, wird in Haus 1054 „sub Camera“ Magdalena geboren, ehelich, Tochter des Joannes Sattinger, Drechsler, und der Johanna geborene Kränzerin. Patin ist Elisabetha Iberin, Landwirtin, die mit einem Kreuz unterschreibt.
Das ist der einzige Taufeintrag dieses Ehepaars in Graz. Ihr Sohn Andreas, nach seinen eigenen Angaben 1782 oder 1783 in Graz geboren, steht in keinem Grazer Taufbuch dieser Jahre. Auch die Trauung von Johannes und Johanna steht in keiner Grazer Pfarre.
Wo Johanna Kränzer herkam und wo das Paar geheiratet hat, ist nicht bekannt.
Am 25. Dezember 1802 stirbt in Haus 2 Johannes Sattinger, 41 Jahre, an Auszehrung. Die Berufszeile liest sich als „gwesen ein Arbeiter“. Seine Tochter Magdalena war siebzehn, sein Sohn Andreas zwanzig.
Drei Monate später, am 26. März 1803, stirbt in Haus 94 Anna Sattingerin, Lederschneiderin, 70 Jahre, an Brand. Sie war um 1733 geboren.
Ob Anna die Mutter des Johannes war, sagt kein Eintrag. Reinhards Baum führt ihn als ihren Sohn, ohne Vater°. Das Alter passt.


1799 bringt Maria Anna Sattingerin, „led: Greißl: Tocht:“, eine Tochter Maria zur Welt; die Hebamme heißt Joanna Sattingerin. 1802 heiratet eine Anna Sattingerin den Franz Marchel, Trauzeuge ist „Johan Sattinger, Kreüßler“: der Schuster von 1769 ist im Alter Greißler.
Am 13. März 1808 stirbt in Haus 58 Johan Sotinger, 73 Jahre, an Brand. Am 7. April 1809 stirbt im selben Haus Elisabeth Sattingerin, 60 Jahre. Am 26. März 1811 stirbt in Haus 96 Barbara Satingerin, ein Wittib, 74 Jahre, an Wassersucht.
Vier Schreibungen eines Namens in einem Buch. Woher die drei Alten gekommen waren, steht in keinem Eintrag.



„Sattinger Andrae, Besitzer des Gast und Bräuhauses in der Schmidgasse N: 355, 38 Jahr alt, ledig, von Graetz gebuertig.“ An diesem Tag legt Andreas den Bürgereid ab, zusammen mit einem Gastgeber zum goldenen Löwen, einem Fleischhacker und einem Zeugschmied.
Drei Angaben in einer Zeile: geboren 1782 oder 1783, in Graz, und mit 38 Jahren unverheiratet. Das Gast- und Bräuhaus in der Schmidgasse gehört ihm schon.
Im Juli 1822 sammelt die bürgerliche Bierbrauer-Innung für die Brandopfer von Gnas. Die Liste nennt zwölf Grazer Bräumeister, „Sattinger 20 fl.“ an erster Stelle.
Im November 1828 sucht er einen Hund: „Verlorner Hund. Solcher ist ein Windhund größter Gattung, hat schwarze Decke, an den Füßen, Brust und über den Hals ist er weiß, hat geschnittene Ohren und abgeschlagene Rute. Für Überbringung oder Anzeige … bezahlet Herr Sattinger, Gastgeber zum wilden Mann in der Schmidgasse, 3 Ducaten.“
Der Name des Gasthauses steht damit in einer Zeitung, nicht nur in der Erinnerung.


„Den 18. Jänner. Frau Johanna Sattinger, Witwe, alt 64 J., in der Schmidgasse Nr. 355; an der Bauchwassersucht.“ Das Sterbebuch der Pfarre sagt dasselbe: „Frau Johanna Sattingerin Wittwe“, Schmidgasse 355, 64 Jahre, begraben am 20. Jänner, eingesegnet von Pfarrer Anton Ortner.
Sie stirbt im Haus des Bräumeisters, mit 64 Jahren, also um 1762 geboren: das Alter einer Mutter, nicht einer Frau. Andreas war 1821 ledig. Kein Eintrag nennt die beiden zusammen, das Haus und das Alter tun es°.
1804 hatte in Kalvarienberg eine Johanna Sattingerin, Witwe, 40 Jahre, den Palier Jacob Haik geheiratet. Ob es dieselbe Frau ist, bleibt offen: 1827 stirbt sie unter dem Namen Sattinger.


Am 12. Februar 1824, halb sechs Uhr früh, wird im 2. Bezirk, Haus 231, Josephus Andreas geboren und eine Stunde später getauft: unehelich, Mutter Juliana Späth. Die Vaterspalte bleibt leer.
Acht Jahre später schreibt eine andere Hand sechs Zeilen hinein, mit dicken Strichen eingerahmt: „des Andreas Sattinger … als Vater … Grätz am 3. Aug. 832.“ Der Taufindex führt den Buben weiter als Späth Josef.
Fünfeinhalb Monate danach ist Andreas tot.
Am 20. Dezember 1832 lässt „Herr Andreas Sattinger“ auf eigenes Ansuchen sein „Lager von guten Weinen im Hause Nr. 195 in der Schönaugasse“ versteigern, durch die Deutschordens-Commende am Leech.
Am 15. Jänner 1833 stirbt er in der Schmidgasse 355: „Herrn Andreas Sattinger, bürgl. Gastwirth · 50 Jahre · Schleichendes Fieber · Mit Allem.“ Begraben am 17. um halb vier nachmittags nach St. Peter, eingesegnet von Pfarrer Alexander Ortner. Die Zeitung meldet es zwei Tage später unter den Verstorbenen in Grätz.
Das Konvokationsedikt des Magistrats vom 18. Jänner sagt, wer den Nachlass abhandelt: „unter hierortiger Gerichtsbarkeit gestorben“.


Am 7. Februar 1833 versteigert der Magistrat „in der Schmidgasse Nr. 355 im dritten Stocke die Verlass-Effecten und Pretiosen des Herrn Andreas Sattinger, bürgerl. Bräumeister und Hausbesitzer“: „sehr schöne geschliffene Gläser und Flaschen … ein großer Spiegel, eine Polzbüchse, 250 Stück Champagner Bouteillen, große eiserne Faßreife, ein halb gedeckter Wagen … Salzfasseln, Vorleglöffeln, Eßlöffeln, französische Gabeln, Messer mit silbernen Heften, Kaffeelöffeln, Zuckerzange, eine zweygehäusige goldene Repetir-Sackuhr sammt goldenen Ketten und Stöckel, eine silberne Weinwage und zwey mit Silber beschlagene Tabakspfeifen.“
Im Mai folgt das Haus: „Conscr. Nr. 354 in der Schmidgasse“, gerichtlich geschätzt auf 7800 Gulden, dazu ein Postwiesanteil mit zwei Gärten.
Wer erbte, sagt keine der Anzeigen. Der Sohn war neun.


Herr Josef Andreas Spät, 23, „Sohn des Andreas Sattinger, bürgl: Bräumeisters im 2ten Bezirk H. N 231, und der Juliana Spät, beyde schon verstorben“, Jurist, heiratet Fräulein Pauline Poßener, 22, Tochter des k.k. Kreis-Ingenieurs Johann Paul Poßener und der verstorbenen Catharina geborene Pichler. Beistand: Dr. Johann Scaria, Arzt.
Der Bräutigam ist minderjährig; der Magistrat Graz stellt ihm eine Großjährigkeitserklärung aus, und der Brautvater unterschreibt: „Vater der minderjährigen Braut.“ Ein späterer Bleistift setzt sein Geburtsdatum dazu: 12/2 1824. Es ist das Datum der Taufe von 1824, und die Adresse ist dieselbe wie dort: Haus 231.
Die Taufeinträge der Kinder schreiben die Laufbahn des Vaters mit. 1848, bei Ernst Josef, ist „Josef Späth Sattinger“ Besitzer eines Gutes Grub. 1851, bei Konrad, ist er k.k. Kanzleibeamter. 1852, bei Alfred, „k:k: Concepts Adjunct bey der k:k: Statthalterey“.
1855, bei Josef, und 1856, bei Pauline Josefa Maria, heißt es „Concepts Adjunct bei der k:k: Polizei-Direction in Pest“. Der Vater dient in Ungarn, die Familie wohnt noch am Bischofplatz 161. Nach April 1856 tauft der Dom kein Kind des Paares mehr.
Der Doppelname Späth-Sattinger steht 1848 im Register und dann nicht mehr; ab 1851 heißt der Vater nur noch Sattinger.

Der erste Eintrag des Jahres 1855: geboren „Am 1ten = ersten Jänner 855 um 6 Uhr früh“, getauft am 2. Jänner um halb drei nachmittags, Bischofplatz 161, ehelich, katholisch. Vater Josef Sattinger, „k:k: Concepts Adjunct bei der k:k: Polizei-Direction in Pest“, Mutter Pauline geb: Poßener. Patin Caroline Küstern, Privat; Täufer Domvikar Franz Casparuß; Hebamme Anna Gulla.
Das ist Valentins Ururgroßvater. Der Bub wird in Esztergom zur Schule gehen und in Arad Kinder haben.
Am 11. Juli 1856 meldet die Wiener Zeitung im amtlichen Teil: „Die Oberste Polizeibehörde hat eine bei der Polizeidirektion in Pesth-Ofen in Erledigung gekommene Kommissärsstelle dem dortigen Konzepts-Adjunkten, Joseph Späth-Sattinger zu verleihen befunden.“
Der Pester Lloyd-Kalender für 1859 führt ihn unter den Polizei-Kommissären: „Spaeth-Sattinger J., Of., Fest. 181.“ Ofen, Festung Nr. 181, im Burgviertel. 1861 spendet er für den Ofner Armenfond; die Kalender für 1866 und 1867 nennen die neue Adresse „Kr., Johannesgasse 28.“ Ab 1868 steht der Name in keinem Pest-Ofener Adressbuch mehr.




Spätestens 1868 lebt die Familie in Esztergom: in diesem Jahr steht der Sohn Josef in der Schülerliste des Benediktinergymnasiums. Hier stirbt Pauline am 15. Dezember 1873, hier heiratet Josef Andreas am 6. Oktober 1874 Josepha Námesnyi, und hier stirbt er am 7. Jänner 1892.
Die drei Daten stammen aus Reinhards Baum, und alle drei stehen in den Esztergomer Kirchenbüchern. Belegt ist auch die Wohnung: die Taufbücher der Pfarre Szenttamás führen die Familie 1876 bis 1879 in Szenttamás Nr. 260, und das Adressbuch der Stadt nennt 1891 „Szattinger József“ in der Garádics-utcza 260, 1894 an derselben Nummer „Szattinger Józsefné“, die Witwe°.
Am 15. Dezember 1873 stirbt in der Wasserstadt, Haus 31, Paulina Posener, „Sattinger Josephi musicae docentis uxor, e Marchburg Styriae“, 48 Jahre, an Kehlkopfschwindsucht. Der Vizerektor des Priesterseminars begräbt sie in Szentgyörgymező; der Pfarrer notiert: „matrimonium duravit annis 26.“
Zehn Monate später, am 6. Oktober 1874, heiratet der Witwer, 52, die 34-jährige Josepha Námecsni, Tochter eines Schustermeisters, in ihrem Haus Szenttamás 260. Der Eintrag nennt seine Eltern, „Sattinger Andreae murarii mag. ac Späth Julianae filius“, und den Priester, der traut: „Alfredus Sattinger, Cooper. Neo-Budensis, filius sponsi“, der Sohn, mit ausdrücklicher Erlaubnis des Pfarrers.
Am 7. Jänner 1892 stirbt Szattinger József, zongora tanító, 67, im erzbischöflichen Spital an einem Lungenleiden. Er steht deshalb nicht im Buch seiner Wohnpfarre, sondern in dem der Burgpfarre; begraben wird er am 9. Jänner in Szentgyörgymező, wie Pauline.



Der Polizeikommissär ist in Esztergom Musiklehrer. In den Taufbüchern der Pfarre Szenttamás heißt Josef Andreas 1876, 1877 und 1879 „Sattinger Josephus, musicae docens, oriundus Graecio“, aus Graz gebürtig, wohnhaft Szenttamás Nr. 260. Seine zweite Frau Josepha Námesnyi stammt aus derselben Pfarre. Drei Kinder werden dort getauft: Francisca Henrica Paulina 1876 und Vilhelmina Brigitta 1877, die beide im ersten Jahr sterben, und am 12. Mai 1879 Victor Henricus Joannes Nep., der Lehrer von 1896.
Der Jahresbericht der Mädchenerziehungsanstalt in der Wasserstadt nennt 1883/84 unter den Klavierlehrern „Szattinger József zong. tan.“, und 1882 heißt er in der Trauung seines Sohnes „zongoramester Esztergomban“, Klaviermeister. Der Klavierlehrer der Familienerinnerung war nicht nur Pauline. Es war auch ihr Mann.
Die Lokalzeitung nennt 1884 eine „Sattinger Józsefné“ in einer Damenliste°: Josepha.


Am 26. Juli 1874, dem Fest der heiligen Anna, weiht Kardinal Simor siebzehn Neupriester, unter ihnen „Sattinger Alfredus“. Am 25. Oktober schickt er sie in ihre ersten Stellen: „Neomystae pro Cooperatoribus missi sunt: … Alfredus Szattinger ad Budaujlak.“ Alfred, 1852 in Graz getauft, ist mit 22 Priester und Kooperator in Budaújlak, dem Neustift von Ofen.
Konrad, 1851 in Graz getauft, ist im Oktober 1872 Hörer der landwirtschaftlichen Lehranstalt Keszthely und Schriftführer ihres Unterstützungsvereins. Am 3. Jänner 1881 meldet der Pester Lloyd seine Versetzung als Leutnant „vom 26. Inf.-Reg. zum 70. H.-B.“, vom Esztergomer Hausregiment zur Honvéd. Die Militär-Schematismen führen Alfred 1877 bis 1880 als „Weltpriester der Erzdiöcese Gran (Res.)“°.
Die ungarischen Bücher schreiben den Namen Szattinger.


Die Notentabelle des Jahresberichts 1868 führt ihn zwischen Szatmáry László und Thébery István: „Szattinger József“, dreizehn Jahre alt. Deutsch: 1, die beste Note. Ungarisch: 4. Ein deutschsprachig aufgewachsener Bub in einer ungarischen Schule.
1872, in der VII. Klasse, steht in seiner Zeile fast nur noch die 1, Gesamturteil „kit.“, kitűnő, ausgezeichnet. 1873, im Abschlussjahr, führt ihn die VIII. Klasse als „mag. tan.“, Privatschüler, ohne eine einzige Note.
Im Dezember desselben Jahres stirbt seine Mutter°. Ob er die Matura abgelegt hat, sagt der Bericht nicht.



Im Trauungsbuch der Donauschwaben-Gemeinde Dunabogdány, fünfundzwanzig Kilometer unterhalb von Esztergom, steht am 4. Juni 1882 der Bräutigam Sattinger József: „szabadságolt tartalékos tizedes a cs. kir. 5. számú tüzérezrednél, írnok az itteni Wallenfeld-féle kőbányában“, beurlaubter Reservekorporal des k.k. Artillerieregiments Nr. 5, Schreiber im hiesigen Steinbruch Wallenfeld, Sohn des „Sattinger József zongoramester Esztergomban“ und der verstorbenen Paulina Posener, geboren am 1. Jänner 1855 in der Grazer Dompfarre. Er ist 27, ledig, wohnt im Haus 350.
Die Braut Helm Teréz, 20, ist die Tochter des Kleinhäuslers Franz Helm in Visegrád und der verstorbenen Maria Bonifert, geboren am 8. Oktober 1861 in Visegrád, und dient seit Jahren in Dunabogdány. Der Pfarrer verwahrt den Grazer Taufschein vom 18. Mai, das Ledigkeitszeugnis des Regiments und ihren Taufschein aus Visegrád.
1921 und 1923 lässt sich jemand Abschriften ausstellen. Dieselben Daten stehen am Rand der Trauung des Sohnes in Pécs.


Das erste Kind wird am 5. März 1883 in Zebegény geboren, am anderen Ufer: Franciscus Xaverius, Eltern „Szatinger Josef, Helm Theres“. Am Rand steht „† 1883 2/5“, acht Wochen. Am 15. Mai 1884 folgt in Dunabogdány, Haus 102, Nepomuki János; der Vater ist noch immer „írnok a Wallenfeld-féle kőbányában“, Schreiber im Steinbruch. Die Patin ist eine geborene Bonifert.
János wird Gemeindenotar. Am 16. September 1913 heiratet er in Pécs, geschieden, „községi segédjegyző“ in Móriczföld im Komitat Temes, die Irén Jenei; Eltern „Sattinger József, Helm Terézia“, beide am Leben. 1924 heiratet er in Szigetvár ein zweites Mal. Zwischen 1884 und 1886 zieht die Familie nach Arad.
Der Banat der Familienerinnerung beginnt nicht bei den Helms. Er beginnt mit diesem Umzug.



An diesem Tag wird in Arad Anton Sattinger geboren und am 7. November getauft, Paten Franke Todor und Hirn Anna, Vater Josef Sattinger, Mutter Theresia Helm. Am 14. August 1889 stirbt der Bub in Draucz, dreißig Kilometer östlich, und wird am 21. August dort begraben: „alias Szatinger; 3 J. alt“.
Das Ortsfamilienbuch Pankota hat die beiden Einträge aus den Kirchenbüchern abgeschrieben. Sie sind der erste Ort der Familie im Komitat Arad, und Anton ist ein Kind, von dem die Familie nichts wusste.
Josef Sattinger und Theresia Helm sind seit dem 4. Juni 1882 verheiratet. Das Paar aus dem Dunabogdányer Trauungsbuch und das Paar aus dem Arader Kirchenbuch sind dieselben Leute.


Theresia Helm wird am 8. Oktober 1861 in Visegrád geboren und am 10. getauft: „Helm Franciscus, colonus; Bonifert Maria; RC; Visegrád N° 151.“ Der Familienbaum hat das Datum auf den Tag genau, und er hat die Eltern: Franz Helm, 1834°, und Maria Anna Bonifert, 1838°, deren Eltern Johann Helm und Katharin Gerstenmaier, Franz Bonifert und Katalin Ott°. Die Namen sind die der schwäbischen Dörfer im Donauknie, Visegrád und Dunabogdány, nicht die des Banats.

Am 14. August 1903 wird Josef Emanuel geboren°, siebzehn Jahre nach Anton und neunzehn nach János. Wo, sagt der Baum nicht, und kein Register in dieser Präsentation. Josef ist 48, Theresia 41; zwischen 1886 und 1903 sind weitere Kinder zu erwarten.
1913 leben Josef und Therese noch. Wann sie starben, ist nicht bekannt.
Eine Budapester Zeitschrift zeigt 1888 eine Broschüre an, „Allerlei über Antisemiten und Juden“, aus dem Ungarischen übersetzt von Josef Sattinger in Arad. Der Bub, der 1868 in Esztergom die 1 in Deutsch und die 4 in Ungarisch hatte, übersetzt mit 33 zwischen beiden Sprachen. Am 21. Oktober 1898 ernennt der Innenminister „Josef Szattinger“ zum Hilfsnotär des Kreises Zgribest im Komitat Krassó-Szörény°; János, der Sohn, wird im selben Komitat Notar.
1911 nimmt die naturwissenschaftliche Gesellschaft in Temesvár „Szattinger József hírlapíró“, Journalist, als Mitglied auf°. Am 7. April 1920 bespricht die Temesvarer Zeitung einen Gedichtband: „Da Josef Sattinger sich auch auf die Technik des Versmachens versteht, immerhin auf die alte Schule, so darf sein hübsch ausgestattetes Bändchen dem Leser … empfohlen werden.“ Bis 1931 werben Arader und Temesvarer Blätter für seine Gedichte, die „Schwäbische Heimat“ und eine Heimatsgeschichte des Banats°.
Am 11. Jänner 1923 sucht ein „Uebersetzer aus dem Ungarischen in's Deutsche“ eine dauernde Anstellung. Adresse: Sattinger, Elisabethstadt, Rabengasse 36. Josef ist 67.


